Yoga & Entspannung Daniela Strotmann
 

Ein Geschenk aus den fernen Osten an den Westen!

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Hier im meinem Blog gibt es Infos Rund um Yoga. Übungen, die Philosophie die hinter Yoga steckt und wie ich zum Yoga kam!:)

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Der schwerste Gang meines Lebens!

Gepostet am 1. November 2020 um 4:25 Comments Kommentare (2)

Hallo ihr Lieben,

Wenn ich das hier alles so schreibe fühlt es sich genau so an als wäre es gestern gewesen. Doch will ich dir erzählen wie es weiterging.

Nachdem mir die Polizeibeamten vom tödlchen Unfall meiner Nina berichtet haben, war ich wie im Schockzustand. Die Polizeibeamten sagten wir  müssen mitkommen um Nina zu identifizieren, da sie ja keine Ausweispapiere bei sich hatte. Diese Vorstellung war der Horror und ich war nicht in der Lage mitzufahren. Diese Nachricht zu verinnerlichen erforderte schon soviel Kraft, meine Körper fühlte sich schwer wie Blei an. Mein damaliger Lebensgefährte jetziger Ehemann erklärte sich bereit diese Aufgabe zu übernehmen und fuhr mit. Es vergingen gefühlte Stunden des wartens. Innerlich hoffte ich doch noch das es  nicht Nina war die verunglückt ist, doch das bestätigte sich leider nicht. Das heißt nicht das ich es einer anderen Familie gewünscht hätte, denn so ein Schicksal wünscht man niemanden. Für meinen Mann war es die schwerste Aufgabe die er je in seinem Leben meistern musste, er ist noch vor Ort zusammengebrochen. Freunde von uns haben ihn dann nach Hause gebracht. Zwischenzeitlich hatte ich meine Eltern angerufen um ihnen mitzuteilen das Nina warscheinlich einen Autounfall hatte und dabei gestorben ist. Meine Familie war schnell bei mir und alle waren im Schockzustand. 

Nina war der Sonnenschein der Familie, das erste Enkelkind und für meine Brüder wie eine Schwester!

Schlechte Nachrichten verbreiten sich bekanntlich ja sehr schnell. Es dauerte keine 24 Stunden und Freunde in der Schweiz und in England wussten schon Bescheid. In der folgenden Woche vor ihrer Beerdigung war bei uns ein kommen und gehen. Alle ihre Freunde und unsere Freunde kamen um ihr Mitgefühl auszudrücken. Vielle Beileidskarten erreichten uns. Es blieb keine Zeit um zur Ruhe zu kommen. Die Beerdigung musste vorbereitet werden. Ein Sarg musste ausgesucht werden, Ich weiß noch wie ich durch die Halle mit den Särgen ging um einen geeigneten zu finden. Eine Decke musste ausgewählt werden und ich sehe noch diese Hand wie sie durch die Sargdecken strich und die Stimme die sagte: " Hier schauen sie mal eine schöne weiße Decke mit Spitze mit einem passenden Kissen dazu". Wie man überhaupt das Wort schön dabei in den Mund nehmen konnte? Ich wollte das alles nicht! Ich wollte einfach meine Nina wieder zurück! Irgendwie schaffte ich all diese Aufgaben, doch zu mehr hatte ich keine Kraft.

Der Tag der Beerdigung verlangte nochmal alles von mir und meiner Familie. Es waren so viele Menschen da, so viele wollten Abschied nehmen. Die Kapelle war viel zu klein, doch der Bestatter hatte dafür gesorgt das die vielen Menschen die draußen bleiben mussten über Lautsprecher den Gottesdienst verfolgen konnten. Den Gottesdienst und die Trauerrede  sind nur schleierhaft in meiner Erinnerung, es ist nicht mehr wirklich greifbar. 

Nina sagte einmal zu mir: "Mama ich habe meinen Seelenverwandten gefunden". Diese Aussage war für mich der Grund warum sie mit ihrem Freund gemeinsam beerdigt wurde. Wir haben mit der anderen Familie ein Doppelgrab ausgesucht, sodass sie beide nebeneinander liegen. Viele sagten; Wie kannst du nur". Doch bin ich nach wie vor davon überzeugt das es die richtige Entscheidung war!

Der Gang zum Grab war der Horror, jeder Schritt fühlte sich an wie Beton, meine Beine funktionierten einfach nur. Dies war und bleibt der schwerste Gang meines Lebens. Ich wollte Stark sein für Nina und schaffte es. Ich bin nicht zusammengebrochen zumindest nicht äußerlich, innerlich war ich ein Scherbenhaufen!

Nach diesem letzten Gang wurde es still! Das Leben danach fing an, ob ich wollte oder nicht ich hatte keine Wahl! Heute heißt es nur noch die Zeit davor oder die Zeit danach. Es hat mich verändert, der Mensch der ich vorher war den gibt es nicht mehr!

Dazu mehr in meinem nächsten Blog.


Der Tag der mein Leben radikal veränderte!

Gepostet am 8. Oktober 2020 um 9:20 Comments Kommentare (2)

Hallo liebe Yogis und die die es werden wollen,

es war der 06.03. 2005 und  mein Leben hatte sich von einem Tag auf den andern verändert. Ich erinnere mich noch sehr gut an diesen Sonntagmorgen als es an der Haustür klingelte und die Polizei und ein Seelsorger vor mir standen. Ich bat die Herren rein, da man mir sagte es ginge um meine Tochter. Wir gingen in die Küche und die Beamten teilten mir mit das es in den Morgenstunden einen schweren Autounfall gegeben hat und sie vermuten das meine Tochter Nina mit im Auto saß, sie wären sich aber nicht sicher da die junge Frau keine Ausweispapiere dabei hatte. Sie teilten mir auch mit das beiden Personen diesen Unfall nicht überlebt hätten.

Ich ging sofort in ihr Zimmer um nachzuschauen ob sie Zuhause in ihrem Bett lag, doch leider lag sie dort nicht. Sofort wusste ich das konnte nur Nina sein, die  im Auto dieses verunglückten Fahrzeuges gefunden wurde. 

Selbst wenn ich jetzt diese Zeilen schreibe muss ich mich sehr zusammenreißen, das ich nicht wieder anfange zu weinen.

Von diesem Tage an veränderte sich mein Leben radikal. Zum Yoga kam ich aber nicht sofort...wie es weiterging erzähle ich dir im nächsten Blog. Ich brauche jetzt erstmal eine Pause, da es sehr anstrengend ist dies alles in Worte zu fassen!

Deine Daniela


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